“Regel-Wut” an Markisen ausgelassen

Regel-Wut-Adler

Mit einer "Regel-Wut" die Existenzberechtigung beweisen

Es scheint so, dass sich die verschiedenen Abteilungen bei den Behörden, mit immer neuen Regeln in einer Arte Regel-Wut, Ihre Existenzberechtigung beweisen müssten.

Ein weiteres von vielen Beispielen, ist der Entwurf für die überarbeitete Gestaltungssatzung der Altstadt von Königswinter. Einige werden diesem Artikel vermutlich nicht zustimmen. Sicherlich die Macher in dieser Behördlicher Abteilung. Genauso sicherlich werden Sie aber die reine Rhetorik in Ihren Argumenten kaum erkennen wollen. Immerhin, einige der Bürger haben im Vorfeld die zahlreichen Vorschriften kritisiert. Ein neuer Entwurf wird jetzt im Planungsausschuss beraten.

Vorschriften mit den Markisen

Paragraphen Markisen Vorschriften

Paragraf 12 zu
Markisen

Um dem Thema dieser Webseite gerecht zu bleiben, beachten wir im aktuellen Gestaltungssatz nur die Vorschriften mit den Markisen. Der Verweis auf §15 darf dabei allerdings nicht fehlen. Wen es jemand den ganzen Inhalt lesen möchte, hier der link zum Gestaltungssatz Königswinter-Altstadt.

Unter dem §12 sind die Anordnung bzw. Anforderung für Markisen am Gebäude beschrieben. Das steht zum Beispiel, dass die Auskragung, also die Armlänge nicht mehr als 200 cm betragen dürfen. Ob hier eine Markise überhaupt noch Sinn macht, würde ich bezweifeln. Markisen von 150 – 200 cm werden in der Regel nur bei Balkonmarkisen eingesetzt.

Es dürfen maximal zwei Farben an der Markise verwendet werden. Das ist das absolute Minimum an Farben überhaupt. Aus technischen Gründen, weil verschieden Materialien, können Markisen-Gestell und die Markisenstoffe Farblich nur ähnlich aber nie wirklich identisch produziert werden. Dass keine glänzenden Metallen und keine grellen Farben verwendet werden dürfen, schränkt eine Wahl noch mal weiter ein. So bleibt eigentlich nur noch einen Uni-farben Markisenstoff zur Auswahl.

Während zusätzlich noch das Werbeverbot an der Markise, Rhetorisch zumindest mit der Verletzung der Zweifarbigkeits-Regel Argumentieren könnte, so lässt sich die Regel, dass die Markise nicht mehr als 2/3 der Gebäudebreite überspannen darf, wohl nur noch mit "Machtmissbrauch" glaubhaft erklären.

Ach ja, Sonnenschirme haben farblich dieselbe Regel wie die Markisen, sind also Grundsätzlich erlaubt, während Korbbogenmarkisen wiederum nicht zulässig sind.

Und nun noch zum § 15

§ 15 - Ordnungswidrigkeiten


Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Bestimmungen dieser Satzung
verstößt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 84 Abs. 1 Nr. 20 der
Bauordnung NRW. Die Ordnungswidrigkeit kann gem. § 84 Absatz 3 der
Bauordnung NRW mit einer Geldbuße bis zu 50.000 € geahndet werden.

Diesem Absatz muss nichts mehr hinzugefügt werden.

Die Frage darf gestellt werden. Darf der Staat tatsächlich derart stark ins Leben seiner Bürger eingreifen. Wie weit dürfen Minderheiten Ihre Meinungen der Mehrheit aufzwingen.
Was ist Deine Meinung dazu.

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